Was ist eigentlich Met oder Honigwein?

Grob gesagt ist Met ein mit Hefe vergärtes Honig-Wasser Gemisch. Wenn man allerdings einfach nur Honig mit Wasser vergären würde, käme dabei ein nicht sehr schmackhaftes Getränk heraus. Warum? Weil Beim Honigwein wie bei allen Fruchtweinen gilt: ein Wein schmeckt nur harmonisch, wenn Alkohol, Säure und Zucker im Getränk ausgewogen sind. Daher setzt man Honig mit Fruchtsäften (in den meisten Fällen Apfelsaft) und zusätzlichen Säuren wie Zitronensäure an, jedenfalls habe ich damit die besten Erfahrungen gemacht.

Wie funktioniert der Herstellungsprozess?

Im Gegensatz zur Bier oder Fruchtweinherstellung ist Metvergährung zwar von Ansatz her einfacher, dauert aber länger und gestaltet sich etwas schwieriger. Honig vergärt mit Hefe nicht sonderlich gut, es braucht zusätzlich Trübstoffe und Hefenährstoffe. Ein Metsansatz vergärt so relativ schnell bis zu 8-10% Alkohol, danach wird es etwas komplizierter. Man gibt über mehrere Wochen/Monate immer wieder Honig und/oder Zucker in den Ansatz, um den Alkoholgehalt weiter nach oben zu treiben, bis die Hefe abstirbt, respektive die Alkoholtoleranz der Hefe erreicht ist. Diesen Moment zu erwischen braucht Erfahrung. Und es erklärt die hohen Preis von Met: Der Gärprozess dauert mehrere Monate und nicht nur 1-2 Wochen wie beim Bier. Zudem ist Honig um einiges teurer als Braugerste und Getreide.

Wer sich für die Metherstellung interessiert, sei an folgende Webseite verwiesen:
www.honigweinkeller.de